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Es ist soweit, die Kurse sind gewählt, die Uni kann beginnen. Am Wochenende wurden alle Kurse gewählt und Montag früh ging es dann auch schon mit der ersten Vorlesung los. Die erste Woche in der Uni wird hier "add and drop period" genannt. Man hat also in der ersten Woche die Möglichkeit, die Vorlesung zu besuchen und sich gegebenenfalls abmelden und sich bei neuen Kursen einschreiben. Aus diesem Grund wird in der Woche auch nicht wirklich gelernt. Es geht mehr die Vorstellung des Dozenten, des Kurses und der Teilnehmer. Es ist hier anscheinend üblich, dass sich jeder der Kursteilnehmer kurz vorstellen muss/darf- Name, Herkunft, Studiengang,... Die größten Kurse haben 60 Teilnehmen, sind also viel kleiner als man es aus Deutschland gewöhnt ist. Am Freitag endet die add and drop Phase und dann muss man an den Kursen teilnehmen, egal ob es einem passt oder nicht, weil in Korea Anwesenheitspflicht in den Vorlesungen besteht. Ich belege jetzt 6 Kurse, wovon einer der Sprachkurs ist, obwohl ich das Gefühl habe, dass genau dieser der schwerste von allen ist. Genug von der Uni. Es wird Zeit etwas über das Land Korea, die Stadt Seoul, die Menschen und deren Kultur zu erzählen. Korea gehörte vor nicht wenigen Jahrzehnten noch zu den ärmsten Ländern der Welt. In nur 60 Jahren hat das Land einen gewaltigen Wandel vollzogen zu einem Land bekannt durch Unternehmen wie Samsung, LG, Hyundai, ... In Seoul ragen die Hochhäuser aus dem Boden, fast jeder besitzt ein riesiges Mobiltelefon, WLAN ist in der ganzen Stadt verfügbar und es gibt ein stark ausgebautes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln. Dieser Wandel war besonders in den letzten Jahrzehnten extrem und verlief so schnell, dass nicht alle mitkamen. Es gibt die jungen Menschen, die ihr Leben mit Kreditkarte und Handy abickeln und auf der anderen Seite die älteren, traditionellen Menschen. In Mitten des Hochhausdschungels lassen sich alte Stadttore, Paläste und traditionelle Gärten finden. Aber genau dieses Zusammenspiel zwischen den zwei Welten macht diese Stadt so interessant. Aber auch zwischen Leuten im gleichen Alter gibt es extreme Unterschiede zu betrachten, die sich besonders als Mann an einer Frauenuniversität betrachten. Viele der Mädchen hatten nie in ihrem Leben mit Männer zu tun- im Kindergarten, in der Schule und jetzt auch auf der Uni waren sie immer nur von Mädchen umgeben. Jetzt laufen europäische junge Männer über den Campus, sitzen in der Vorlesung und benutzen die gleiche Küche. Vor einigen Tagen saß ich abends in der Küche und aß mein Brot als eine junge Dame in die Küche kam. Als sie mich sah, kehrte sie sofort um und verließ die Küche, um dann doch nach kurzem Überlegen wiederzukommen. Auch bemerkt man auf dem Campus des Öfteren Blicke, Gekicher und überraschte Blicke. Viele der Mädchen haben auch zu Hause eine Sperrstunde. Es ist üblich, dass die Tochter um Mitternacht zu Hause ist und die Nacht daheim verbringt. Übernachten bei einer Freundin muss im Vorhinein abgesprochen werden. Auf der anderen Seite gibt es Mädchen die lockerer erzogen wurden, Jungs gewöhnt sind und viel lockerer mit der Situation umgehen können. In Korea ist es unüblich eine Beziehung durch Kuscheln oder Küssen in der Öffentlichkeit zu zeigen. Allerhöchstens hält man Hände. Um jedoch Zusammengehörigkeit auszudrücken, kleiden sich Paare gerne im Partnerlook. Es gibt ganze Geschäfte, die für Frauen und Männer Klamotten in den gleichen Designs anbieten :D Kommen wir von den Menschen zum Essen. In Korea unterscheidet man nicht wirklich zwischen Frühstück, Mittag und Abendessen. Einen westlichen Stil weiterzuleben fällt echt schwer. Es gibt nur Toast und als Brotaufstrich kann man zwischen Sandwichkäse und Philadelphia wählen- Wurst gibt es nicht. Man könnte also zum Frühstück Gimbap (koreanisches Sushi) essen, dann zum Mittag Nudeln und zum Abend Reis. Das koreanische Essen ist aber echt lecker. Bis jetzt hat bis auf eine Sache alles sehr lecker geschmeckt. Heute habe ich das wahrscheinlich merkwürdigste Gericht meines Lebens auf dem Tisch gehabt. Es war eine Schüssel mit Nudeln, einem halben Ei und einigen Zwiebeln. Klingt bis jetzt noch ganz normal. Das abartige war, dass alle Zutaten in eiskaltem Wasser schwammen, das zum größten Teil auch noch gefroren war. Das hat man echt nicht runterbekommen!!!

4.9.13 16:34

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